Leitbildsätze

Leitbildsätze der Integrativen Lernwerkstatt Brigittenau

  1. Wirkungsvolles und nachhaltiges Lernen bedarf einer annehmenden, aufbauenden und liebevollen Atmosfäre mit klarer Zielsetzung in einem geborgenen Rahmen.
  2. Altersgemischte integrative Lerngruppen sind eine anregende, natürliche und intensive Form schulischer Begleitung.
  3. In der Lern- und Lebensbegleitung unserer SchülerInnen legen wir besonderen Wert auf die nachhaltige und individuell passende Unterstützung all jener, die von ihren häuslichen, familiären und herkunftsmäßigen Lebensbedingungen oder aufgrund ihrer besonderen individuellen Bedürfnisse benachteiligt sind.
  4. Wir bemühen uns um einen respektvollen, klaren und höflichen Umgang miteinander.
  5. Wir achten darauf, durch zwischenmenschliche Beziehungen gegenseitiges Verständnis für die Besonderheiten und Bedürfnisse aller Beteiligten zu entwickeln.
  6. Es ist uns wichtig einen Rahmen zu schaffen, in dem es möglich ist sich selbst wahrzunehmen, geschlechtsbezogene und andere Rollenbilder bewusst zu machen und zu hinterfragen und damit den Selbstwert zu stärken.
  7. Wir sehen es als unsere Verantwortung auch für die künftigen Generationen, uns und die uns umgebende Natur behutsam zu behandeln, zu erleben und zu genießen.

Diese Leitbildsätze wurden erstmalig im Jahr 2002 im Rahmen eines Schulforums erarbeitet und beschlossen.
Letzte Aktualisierung durch das 41. Schulforum am 22. 10. 2014

Auszug aus dem Schulversuchsantrag Integrative Lernwerkstatt Brigittenau 2021/22

Der Schulversuch stellt ein Modell einer gemeinsamen Schule mit innerer Differenzierung dar und bietet kontinuierliche Lernerfahrungen über acht bis zehn Jahre hinweg durch Verschmelzung der Übergänge zwischen Primar- und Sekundarbereich. Durch die Koppelung einer Volksschule mit einer Mittelschule unter einer Leitung ergeben sich Synergien in Richtung eines kooperativen und professionellen pädagogischen, organisatorischen und administrativen Managements.

 

Unterrichtsorganisation in Clustern:

Individueller und differenzierter Unterricht durch eine Unterrichtsorganisation in altersheterogenen Stammgruppen für die 0. bis 3. Schulstufe, in Coaching-Gruppen für die 4. bis 6. sowie die 7. und 8. Schulstufe. Alle Stammgruppen bzw. Coaching-Gruppen sind in je einem Cluster (Eingangs-Cluster, Übergangs-Cluster, Ausgangs-Cluster) als organisatorische und räumliche Einheit zusammengefasst. Zur Vernetzung zwischen diesen Clustern gibt es Vertikal-Lernbegleiter*innen.

 

Unterrichtsorganisation in Lernbereichen:

Der reformpädagogische Unterricht (insbesondere Montessori- und Freinet-Pädagogik sowie Dalton-Plan) erfolgt in vier großen Bereichen: sprachlich-gesellschaftlicher Bereich, naturkundlich-technischer Bereich, fremdsprachlicher Bereich, kreativ-gestalterischer Bereich.

Die inhaltliche Verschränkung der Unterrichtsarbeit innerhalb dieser vier Lernbereiche sowie zwischen ihnen ist auch in der standortspezifischen Stundentafel für den VS- und NMS Bereich abgebildet.

Für dieses Unterrichts- und Lern-Setting kann nach Möglichkeit ergänzend spezielles Mobiliar Verwendung finden: verschieden geformte Tische für (Klein-)Gruppenarbeit, ergonomische Hocker und Sitzbälle, gepolsterte Sitzbänke,Teppiche, Raumschläuche als Rückzugsorte und Erweiterungsräume, Aufbewahrungskästen für Montessori- und anderes Material mit Selbstkontrollfunktion.

 

Individualisierung und Differenzierung des Unterrichts:

Arbeit mit Montessorimaterial, Lernkarteien, Lerntagebüchern, Portfoliomappen; Gruppenarbeit; ausgewogenes Wechselspiel zwischen Klein- und Großgruppeninstruktione; Planung und Reflexion der eigenen Lernfortschritte in der wöchentlich stattfindenden Coachinggruppenzeit; motivierende und passgenaue Rückmeldung zu den Leistungen durch alternative Leistungsbeurteilung, KDL/KEL/Lernfortschrittsdokumentation ADELE

 

Angebote und Ziele:

  • angstfreies Lernen in sozial abwechslungsreicher und herausfordernder Umgebung
  • vielfältige Lernanregungen auch und gerade für Schüler*innen aus sozial schwachen Verhältnissen undfür Schüler*innen mit besonderem Förderbedarf
  • Vertiefung des Wissens in Kursen und Wahlmodulen in kreativ-handwerklichen, künstlerischen, sportlichen sowie lebens- und ernährungspraktischen Bereichen
  • verbindliche Zeitfenster zur Bearbeitung gruppendynamischer und genderspezifischer Herausforderungen (Morgenrunde, Coachinggruppen-Zeit etc.)
  • wertschätzender Umgang der Pädagog*innen untereinander und ebenso gegenüber Schüler*innen, Eltern und der Schulleitung -  auch als Vorbildwirkung für Kinder und Jugendliche
  • mehrere unterschiedliche Ansprech-, Bezugs- und Reflexionspersonen für Schüler*innen durchUnterrichtsplanung und -gestaltung durch pädagogische Teams (ca. 6 bis 11 Personen)
  • wiederkehrende Partizipationsangebote und -möglichkeiten für Schüler*innen, Eltern, Pädagog*innensowie Service-Personal
  • zielorientierte und effiziente Lösungskapazität bei vielerlei auftretenden Problemen durch Teamgeist und gemeinsame Identifikation mit den Grundwerten des Schulprojekts
  • jährlich wiederkehrende gesamtschulische Feste und Rituale (z.B. Sportfest, Verlässler*innen-Abschied,Schuljahres-Auftakt-SpalierALLEe etc.)
  • aktive und intensive Bearbeitung auftretender Konflikte durch Aussprachen, konstruktive Interventionen, Peer-Mediation, wöchentliche Teambesprechungen, Supervision