"Motorik Elternabend"

Am 25.2. fand ein "Motorik Elternabend"
mit Dr. Barbara Dollenz (Lernbegleiterin und Spezialistin für Motorik an der ILB) statt.
Viele Materialien zur Förderung der Grob - und Feinmotorik, des Gleichgewichtes,
der Koordination und der Entwicklung der Hand Geschicklichkeit wurden vorgestellt.
Die anwesenden Eltern hatten die Möglichkeit einige Materialien selber auszuprobieren.
Im Anschluss daran wurden die theoretischen Hintergründe und Zusammenhänge
der kindlichen Entwicklung erläutert. Abschließend gab es die Möglichkeit Fragen zu stellen.
Eine Mutter und ein Vater berichten, wie sie den Abend erlebt haben:

Was Bewegung und Haltung eines Kindes mit Lernen zu tun haben

An einem eigens abgehaltenen Elternabend hat uns Barbara Dollenz, die als Kinesiologin und Motopädagogin an der ILB tätig ist, nahe gebracht, was sie mit unseren Kindern tut.
Und vom Tun geht sie auch mit uns aus: Wir stehen auf Scheiben und bewegen durch Gewichtsverlagerung eine Kugel im Labyrinth, spielen „Federball“ mit Luftballons und Fliegenprackern, schießen und fangen Bälle mit Gummitopflappenkrokodilen, probieren unterschiedliche Schreibgeräte aus …
Ihr umfangreicher Wissens- und Erfahrungsschatz ermöglicht es Barbara Dollenz, die Kinder sehr genau wahrzunehmen: Sie erkennt, wie sich in deren Körperbild – Aspekten wie Konzentration, Rhythmus, Koordination oder Selbsteinschätzung – bestimmte innere Wahrnehmungsmuster abbilden. Bewegt ein Kind beim Schreiben die Augen mit oder den ganzen Kopf? Sitzt es auf dem Sessel gerade und entspannt oder mit gestreckten Beinen, wippend oder seitlich verdreht? Hält es den Stift entspannt und beweglich oder verkrampft? Fragen wie diese geben Hinweise auf Themen der Kinder in den Bereichen Gleichgewicht, taktile Wahrnehmung, Tonusregulation und kinästhetische Wahrnehmung. Und hierüber erschließt sich der Zusammenhang zwischen äußerer Wahrnehmung, innerer Wahrnehmung und Lernprozessen.
Dafür, hier Schwierigkeiten vorzubeugen oder sie möglichst frühzeitig aufzulösen, ist sie da. Und den Kindern macht es offensichtlich Spaß, zu ihr zu kommen.
Nicht nur einmal an diesem Abend fällt mir das eine oder andere (ehemalige) Kind ein, das sich in solch anschaulich beschriebener Weise plagte und oft noch immer plagt – und das eher unnötigerweise, wie ich jetzt erfahre. Denn es gibt „kleinere“ und „größere“ Themen – aber alle lassen sich bearbeiten und auflösen, so Barbara Dollenz.
Da lässt sich nur hoffen, dass die ILB nicht die einzige Schule in Österreich bleibt (ja, tatsächlich!), wo jemand genau auf diese Dinge achtet und so dazu beiträgt, dass Kinder ihre Potentiale ausschöpfen können.
Es waren äußerst spannende Stunden – und es ist schön zu wissen, dass auch aus dieser Perspektive so genau auf die Kinder an der ILB geschaut wird.
Vielen Dank dafür!

Ines Garnitschnig

Hatten sie schon einmal die Aufgabe, einen kleinen Sandsack, den Sie selber mit dem Fuß von einer Holz-wippe als Startrampe in die Höhe katapultiert haben, fangen zu müssen? Das ist uns Allen weit schwerer gefallen, als man glauben würde!
Wir, das waren eine Gruppe von interessierten Eltern und Eltern von betroffenen Kindern, die am 25.2. eine Abend lang die Möglichkeit hatten, sich ein Bild von der Arbeit von Fr. Dr. Dollenz mit unseren Kindern zu machen.
Eine ganze Stunde lang hatten wir die Gelegenheit, Bälle, Kreisel, Federn, Balancebretter und jede Menge andere Hilfsmittel auszuprobieren, die Fr. Dr. Dollenz bei der Arbeit mit den Kindern verwendet.
Mir selber haben die Balance- und die Fangübungen, von denen mir mein Sohn schon erzählt hatte, so richtig Spaß gemacht! Er nimmt jetzt seit ca. 2,5 Monaten an dem Programm teil und macht zusätzlich täglich zu Hause eine von Fr. Dr. Dollenz empfohlene Koordinationsübung. Aus meiner Sicht hat er enorm davon profitiert. Zu Hause passieren ihm sehr viel weniger Missgeschicke und in seiner sportlichen Entwicklung – er ist Fußballtormann in einer Vereinsmannschaft - hat er lt. Aussage der Trainer in den letzten 2 Monaten einen richtigen Sprung gemacht – und das ohne jedes Fußballtraining!
Dr. Dollenz hat uns etwas über mögliche Ursachen und einige Symptome bei Problemen mit der Koordination, von denen auch mein Sohn betroffen ist, erklärt. Mir sind Fehler in der Schreibhaltung, mögliche Defizite in der Hand-Auge-Koordination, aber auch einseitige kognitive Entwicklung
( z.B. super in Sprachen, aber schwach in Mathe ) besonders im Gedächtnis geblieben. Auch für Legastheniker scheint die Therapie mehr als sinnvoll zu sein.

Obwohl Fr. Dr. Dollenz meint, dass meinem Junior noch ein langer Weg bevorsteht, bin ich davon überzeugt, dass die ersten Schritte auf diesem Weg schon gemacht sind und freue mich sich auf seine nächsten und übernächsten Entwicklungssprünge!

 

Stephan Rokus

Auf Wunsch von Eltern kann der Abend gerne in diesem Schuljahr wiederholt werden!

Barbara Dollenz