3 SchülerInnen haben gerufen, fast 1000 Menschen sind gekommen....

Großer Friedensumzug in der Brigittenau

Wer hätte das gedacht: Clara, Hannah und Bianka, 3 Schülerinnen aus unserer Stammgruppe C haben bald nach Beginn des Irak-Kriegs den Vorschlag gemacht, dass sie gerne eine Aktion für den Frieden machen würden.
Und was ist daraus geworden? Schauen Sie sich die Bilder an!

Unter dem Motto „Krieg hat keinen Sinn, denn er macht nur alles hin!“ sind am 3. April 2003 viele SchülerInnen unserer Schule durch den Bezirk gezogen und haben eine Friedenskundgebung am Maria Restituta-Platz gemacht. Aber das waren von unserer Schule – samt einigen Eltern und LernbegleiterInnen – höchstens 200 Menschen.
Tatsächlich gekommen sind weit mehr als 700 SchülerInnen und ca. 250 Erwachsene – also insgesamt fast 1.000 Menschen!
Und das ging so: Eine Klasse und Mitglieder des SchülerInnenparlaments in der Volksschule Spielmanngasse haben sich angeschlossen, ein großer Teil der Europa-Volksschule aus der Vorgartenstraße 95 kam anmarschiert, über 100 Jugendliche aus der Hauptschule Greiseneckerstraße und schließlich der Großteil der Klassen aus der Öko-Hauptschule in der Stromstraße waren auch dabei. Die kleinsten und jüngsten TeilnehmerInnen gingen in Gestalt einer Kindergruppe aus dem 7. Bezirk vorne mit.
Niemand musste gehen, aber viele wollten offenbar gerne mitmachen. Tänze und Lieder für den Frieden, Texte und Botschaften von SchülerInnen, eine Friedenszeitung um 1,70 €, kurze Theaterszenen – trotz Ausfall des Stromaggregats gab es noch eine bunte Abschlusskundgebung.
Und die vom Brigittenauer Bezirksvorsteher Herrn Lacina gespendete PACE-Fahne wehte neben vielen selbst gemachten, originellen und eindrucksvollen Plakaten und Transparenten von SchülerInnen über dem Maria Restituta-Platz am Handelskai.
Wir werden – leider – den Krieg mit unserer Aktion auch nicht stoppen. Wir können uns denken und die täglichen Kriegsberichte bestätigen es, dass gerade Kinder und Jugendliche in den Kriegsgebieten, die wohl am wenigsten für die politischen Zustände können, am meisten unter dem Krieg und seinen Folgen leiden. Ob bei Saddam Husseins Giftgasangriff gegen die eigene Bevölkerung oder bei den US-Missile-Einschlägen in irakischen Städten.
Und so betrachtet ist es eine Genugtuung, ja wunderbar, dass bei unserem Friedensumzug soooooooo viele Hunderte Kinder und Jugendliche von 5 bis 15 dabei waren!
Unsere von 3 Schülerinnen gestartet Aktion war eine eindrucksvolle Manifestation gegen die Gewalt in einer ihrer schrecklichsten Ausdrucksformen. Vergessen wir nicht: Wir haben nur diese eine Erde – hat sie nicht schon genug gewaltsam vergossenes Blut schlucken müssen?!
Josef Reichmayr
Schulleiter der ILB

die Einladung

mehr Bilder

Zeitungsartikel

zurück