EINE KLEINWÜCHSIGE FRAU ERZÄHLT AUS IHREM LEBEN
Am 4.3.2009 war Elisabeth Walter, eine kleinwüchsige Frau, je eine Stunde in der Stammgruppe E und in der Stammgruppe H. Sie bietet Schulen ein Programm an unter dem Titel: „Anderssein zum Angreifen.“
Sie arbeitete mit den Kindern zu den Themen:
Was bedeutet Anderssein? Welche Formen von Anderssein gibt es? Dass eigentlich alle Menschen irgendwie ANDERS sind, wurde den Kindern wieder einmal klar. Sie erklärte den Kindern, dass kleinwüchsige Menschen es nicht mögen, wenn man sie als „Liliputaner“ bezeichnet. Elisabeth beantwortete sehr offen viele Fragen, die Kinder an sie richteten: „Wirst du oft ausgelacht?“ „Sagst du es den Leuten, die dich auslachen, dass du es nicht magst, wenn sie über dich lachen?“ „Wolltest du früher auch einmal so groß werden wie die anderen Erwachsenen?“
Nachdem Elisabeth Walter den Kindern eine selbst geschriebene, zum Nachdenken anregende Geschichte vorgelesen hatte, durften sich die Kinder auch noch neben sie stellen. Es war für die meisten Kinder eine seltsame Erfahrung, größer als eine Erwachsene zu sein! Als sich dann alle Kinder der E der Größe nach aufstellten, war Elisabeth bei den kleinsten Menschen in unserer Gruppe.

In unserer Schule leben und lernen ja viele Kinder mit „sehr anderen“ Kindern gemeinsam. Das heißt, dass „sehr andere“ Kinder für unsere Kinder eine Selbstverständlichkeit sind.

Allerdings kennen manche Kinder keine "sehr anderen" Erwachsenen. Durch die Erzählungen von Elisabeth Walter aus ihrem Leben wurde den Kindern die Möglichkeit gegeben, ihre Offenheit der/dem ANDEREN gegenüber zu erhalten.
Was uns alle freute: Elisabeth war sehr angetan von unserer Schule, und meinte, man merke gleich, wenn man sie betrete, eine große Herzlichkeit – sowohl bei den Erwachsenen als auch bei den Kindern.

(Christiana Pock-Rosei)